Agilität

Agilität

Agilität (agil sein) ist die Fähigkeit einer Organisation, sowohl flexibel (im Sinne von reaktiv) als auch proaktiv zu handeln sowie sich (immer schneller) ändernden Rahmenbedingungen im Umfeld zu“ erahnen“, vorherzusehen bzw. vorwegzunehmen und initiativ zu werden, um notwendige Veränderungen einzuführen und sich den wandelnden Rahmenbedingungen anzupassen. Der Ursprung der Agilitätstheorie liegt in der Systemtheorie von Organisationen aus den 1950er-Jahren.

Agile Organisationen beruhen auf Transparenz, Dialog, Vertrauen, Entscheidungsfreiheit und kurzen Wegen für Rückmeldungen. Wissen wird offen weitergegeben, Fehler offen und konstruktiv angesprochen. Statussymbole entfallen. Agilität bezieht sich dabei nicht nur auf unternehmerische Organisationen sondern kann ebenso auf Gemeinden und Gemeinschaften bezogen werden:

Es lassen sich vier zentrale Aspekte der Agilität unterscheiden:

  1. Geschwindigkeit: Agile Organisationen sollen möglichst schnell und dynamisch reagieren.
  2. Anpassungsfähigkeit: Agile Organisationen sollen sich möglichst schnell an Veränderungen anpassen.
  3. Bürger- und Mitmenschenzentriertheit: Agile Organisationen legen den Fokus auf die Bedürfnisse bzw. Bedarfe der betroffenen Menschen. Kleinteiliges bzw. direktes Vorgehen mit möglichst kurzen Bearbeitungs- und Reaktionszeiten sowie in Iterationen ermöglichen es, fokussiert und zügig auf Wünsche von Betroffenen zu reagieren.
  4. Haltung und Werte: Nicht nur in agilen Organisationen ist das Eingehen auf die Betroffenen / Mitmenschen, Bürger*innen und/oder Kunden und ein wertschätzender Umgang mit diesen sowie mit den Organisationsmitgliedern von entscheidender Bedeutung.

Agilität zu entwickeln und zu verstärken kann bspw. dadurch erfolgen, dass

  1. Rahmenbedingungen für agile Vorgehensweisen geschaffen werden,
  2. Ergebnisse, nicht Prozesse in den Mittelpunkt gestellt werden – wobei der Zweck nicht die Mittel heiligt (Werte / Leitbilder),
  3. eine Zusammenarbeitskultur geschaffen wird, die Fehler erlaubt,
  4. die Stärken der Mitwirkenden gefördert werden,
  5. Vertrauen unter den Mitwirkenden aufgebaut und erhalten wird und
  6. Verantwortung an die Mitwirkenden übergeben wird.
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